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Die Lebenshilfe bietet als ambulante Wohnform die Möglichkeit der sozialpäd. Betreuung im Rahmen des "Betreuten Wohnens für
Menschen mit Behinderung".Die Betreuung kann in unserem Servicehaus in Engers oder in der eigenen Wohnung im Kreis Neuwied erfolgen.
Im Einzelfall kann pflegerische Versorgung über einen Pflegedienst vermittelt werden. Weitere Leistungen, wie Behandlungspflege
oder hauswirtschaftliche Hilfen, können ebenfalls organisiert wrden. Ansprechpartner im Büro der Lebenshilfe ist
Dipl. Sozialarbeiter Joachim Rohde unter Telefon 02622/887027, Fax. 02622/887987 oder Mail j.rohde@lebenshilfe-neuwied.de
Die Lebenshilfe ist im Rahmen des wiss. Modellprojektes "Integriertes Pflegebudget" Koordinierungsbüro.
Behinderte Menschen mit Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung und ergänzenden Leistungen eines
Sozialleistungsträgers können sich beraten lassen. Ansprechpartner ist ebenfalls Herr Rohde.
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Zeittafel
| 25.10.1965 |
Gründung einer
Ortsvereinigung der Lebenshilfe in Neuwied - Andernach. |
| 02.05.1966 |
Beginn der
Nachmittagsbetreuung geistig behinderter Kinder in der
Kinzingschule in Neuwied - Heddesdorf. |
| August 1967 |
Anschaffung von zwei
Kleinbussen. |
| 01.01.1968 |
Pachtung der alten
katholischen Volksschule in Engers - erste eigene Schule für
behinderte Kinder im Kreis Neuwied. Möglichkeit der
ganztägigen Betreuung. |
| 09.05.1968 |
Landesgesetz über die
öffentlichen Grund -, Haupt - und Sonderschulen; Sonderschulen
werden verselbstständigt. |
| 01.04.1970 |
Beginn der Arbeit im
neugegründeten Sonderkindergarten in der Stadtschule
Engers. |
| 1970 |
Beginn der Bauarbeiten
für eine neue Sonderschule und einen neuen Kindergarten in
Engers. |
| April 1972 |
Gründung einer
Sonderschule in Andernach. |
| 1972 |
Beginn der Arbeit in der
Werkstatt für Behinderte in Koblenz. |
| 1975 |
Bezug der neugebauten
Werkstatt im Industriegebiet Koblenz - Rheinhafen. |
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1989 |
Eröffnung eines
Wohnheimes in Engers für Werkstattbeschäftigte. |
| 01.09.1990 |
Erweiterung des
Kindergartens um eine Außenstelle in Rheinbrohl. |
| Juni 1995 |
Erweiterung des Wohnheims
durch eine Außenwohngruppe in Hardert. |
| 1997 |
Gründung der
Künstlerwerkstatt "Ankerhütte" in Engers. |
| 2001 |
Gründung der
Förderzentrum gGmbH. |
Lebenshilfe für geistig Behinderte e.V.
Neuwied-Andernach
Die Gründung der Lebenshilfe im Kreis Neuwied ging von Herrn
Dr. Heinrich Roth aus, Aufgrund seiner Initiative trafen sich am 25. Oktober
1965 im Saal des Kreismuseums in Neuwied 60 betroffene Eltern um eine Ortsvereinigung
im Bereich Neuwied - Andernach ins Leben zu rufen. Da es zu dieser Zeit weder
einen Kindergarten, noch eine Schule für geistig behinderte Kinder in der
Umgebung gab, war das Hauptanliegen der Beteiligten, so schnell wie möglich
einen Ort mit Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder zu finden.
Der erste entscheidende Schritt gelang dem Vorstand dank der tatkräftigen
Unterstützung von Landrat Josef Oster. Am 2. 5 1966 wurde in einigen Klassen
der Kinzingschule in Neuwied - Heddesdorf eine Nachmittagsbetreuung eingerichtet.
Mit anfangs bescheidenen Mitteln und viel Optimismus konnte die Arbeit beginnen.
Im Laufe der Zeit wurden 53 Kinder nachmittags in der Kinzingschule betreut,
die von ihren Eltern dorthin gebracht wurden.
Eine weitere Erleichterung für die Eltern war die Lösung des Transportproblems
im August 1967. Der Vorsitzende der Lebenshilfe, Dr. Lothar Luithlen und sein
Stellvertreter, Herr Otto Doderer konnten von der Aktion Sorgenkind zwei Kleinbusse
übernehmen, mit denen fortan die Kinder zur Schule und wieder nach Hause
gebracht werden konnten.
Die erste eigene Schule wurde am 1.1.1968 mit der Pachtung der alten katholischen
Volksschule in Engers gegründet. Der Umzug ermöglichte es der Lebenshilfe
von nun an bis zu 68 Kinder in sieben Klassen ganztägig zu betreuen und
zu unterrichten.
Dank der bundesweiten Aktivitäten der Vereinigungen der Lebenshilfe wuchs
in Staat und Gesellschaft die Bereitschaft zur Unterstützung der Einrichtungen
für Geistigbehinderte. Mit dem Landesgesetz über die öffentlichen
Grund -, Haupt- und Sonderschulen wurden in Rheinland - Pfalz die bisher als
Teil der Volksschulen begriffenen Sonderschulen verselbstständigt. Die
Betreuungsstätte der Lebenshilfe wurde zu einer staatlich anerkannten Sonderschule
für Geistigbehinderte, dessen Schulträger der Landkreis Neuwied wurde.
Nach diesem ersten großen Erfolg konnte sich die Lebenshilfe nun einer
neuen Aufgabe widmen. Da die Sonderschule schulfähige Kinder im schulpflichtigen
Alter aufnahm, galt es nun sich verstärkt der Förderung von Behinderten
im Kleinkindalter anzunehmen.
Am 1.4.1970 begann somit die Arbeit in dem neu gegründeten Sonderkindergarten,
der fürs Erste in die Stadtschule Engers integriert wurde. Durch die Erfahrungen,
die bereits in der ersten Betreuungsstätte gesammelt worden waren, erwies
sich die Aufbauarbeit des Kindergarten wesentlich leichter, als vor vier Jahren.
Doch bereits nach wenigen Monaten wurde deutlich, dass die räumlichen Voraussetzungen
in der Stadtschule Engers den pädagogischen Anforderungen nicht mehr entsprachen.
Gemeinsam mit dem Landrat und Vertretern des Sozialministeriums wurden daher
Pläne für einen Neubau ausgearbeitet.
Durch großzügige Spenden aus der Bevölkerung konnte sich die
Lebenshilfe ein finanzielles Fundament für ihre Aktivitäten schaffen.
Da durch die wachsenden Schülerzahlen auch Überlegungen für einen
Neubau der Sonderschule aufkamen, entschied man sich für ein gemeinsames
Vorgehen. Nach der Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes erhielten zwei
Architekten aus Andernach, E. und K. Schlossberger, den Planungsauftrag für
den Kindergarten und die neue Sonderschule.
1970 konnten die Bauarbeiten auf einem neu erworbenen Grundstück in der
Orffstraße in Engers begonnen werden. Die Gesamtkosten für den Kindergarten
betrugen 990.000,- DM. Das Land beteiligte sich an der Maßnahme mit 695.000,-
DM, die Aktion Sorgenkind bewilligte einen Zuschuss von 150.000,- DM, so dass
die Lebenhilfe lediglich den Betrag von 181.000,- DM selbst aufbringen musste.
Der Sonderkindergarten umfasste 3 Gruppenräume, Therapieräume und
Gymnastikhalle. Schule und Kindergarten stand ein Schwimmbad zur gemeinsamen
Nutzung zur Verfügung.
Um den Kindern aus dem nördlichen Teil des Landkreises den weiten Anfahrtsweg
zu verkürzen, wurde am 1.9.1990 eine Außengruppe des Kindergartens
in Rheinbrohl eingerichtet.
Parallel zu den Planungen des Kindergartens und der Weiterentwicklung der pädagogischen
Arbeit im Volksschulbereich ergaben sich für die Lebenshilfe noch eine
Reihe anderer Problemfelder. Im schulischen Bereich war es die Sorge der Eltern
aus dem Raum Andernach, für deren Kinder die Sonderschule in Engers nur
begrenzte Kapazitäten zur Verfügung hatte.
Im April 1972 konnte dieses Problem mit der Gründung einer Sonderschule
G in Andernach gelöst werden. Durch eine Änderung des Einzugsgebietes
der Sonderschulen und einer stärkeren Differenzierung im Bereich der Mehrfachbehinderungen
werden heute auch alle Schüler aus dem Raum Andernach in der Sonderschule
Engers aufgenommen.
Im Bereich der erwachsenen Geistigbehinderten war die Hauptsorge der Eltern
die Frage nach Beschäftigungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Auch
dieses Problem konnte dank der Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Koblenz, dem
Caritasverband Koblenz und dem Diakonischen Werk Koblenz gelöst werden.
Die Lebenshilfe Neuwied - Andernach gründete eine gemeinnützige GmbH
und wurde Gesellschafter einer Werkstatt für Behinderte in Koblenz. 1972
konnte die Arbeit der Werkstatt in einer alten Fabrikhalle aufgenommen werden.
Aufgrund der hohen Nachfrage nach Behindertenarbeitsplätzen entschieden
sich die Gesellschafter neben dem Aufbau der Werkstatt für die Planung
eines Neubaus, der 1975 im Industriegebiet Koblenz - Rheinhafen bezogen werden
konnte. Heute umfasst die WfB, neben der Hauptstelle, Zweigstellen in Koblenz,
Weißenthurm, sowie Simmern und Kastellaun. Dank dieser Einrichtungen ist
es möglich, Behinderte, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht tätig
sein können, in das Arbeitsleben und damit zugleich in die Gesellschaft
einzugliedern.
Seit 1989 gibt es zudem ein Wohnheim für 36 Werkbeschäftigte, das
im Juni 1995 um eine Außenwohngruppe in Hardert erweitert wurde. Die Bewohner
dieser beiden Einrichtungen sind in den Werkstätten Heinrich - Haus Engers
und Rhein - Mosel - Werkstatt beschäftigt. Das Wohnheim bietet zusätzlich
die Möglichkeit der Kurzzeitpflege und eine Tagesbetreuung für Werkstattrenter
an.
Für Ausflüge der Heimbewohner und den Transport der Kindergartenkinder
besitzt die Lebenshilfe zwei Kleinbusse, sowie zwei Personenwagen, welche die
notwendige Mobilität garantieren. 1997 wurde außerdem das Freizeitangebot
für die Bewohner durch die Gründung der Künstlerwerkstatt "Ankerhütte"
erweitert.
Eine weitere Hauptaufgabe des ehrenamtlichen Vorstandes der Lebenshilfe war
und ist die Vertretung der Geistigbehinderten gegenüber Verwaltungen und
Gesellschaft.
Viele Gesetze und Verordnungen, die einer Verbesserung der Lebenssituation behinderter
Menschen dienen sollen, wurden in den 60er und 70er Jahren beschlossen. Dabei
sind viele Anregungen der Lebenshilfe - teilweise hart erkämpft - mit eingeflossen.
Diese zahlreichen Erfolge, die seit der Gründung einer Ortsvereinigung
der Lebenshilfe in Neuwied - Andernach erzielt wurden, sind in hohem Maße
dem Gründungsvorstand, dem derzeitigen Vorstand und den 41 Mitarbeitern
der Lebenshilfe zu verdanken.
Seit 1984 ist Franz - Robert Herbst Vorsitzender
der Lebenshilfe Neuwied - Andernach.
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November 2003 wurde der Verein in Lebenshilfe für Menschen mit
geistiger Behinderung Neuwied-Andernach e.V. umbenannt. Ab 2004
bietet der Verein auch "Betreutes Wohnen" für Menschen mit
Behinderungen an.
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